Detox vom Feinsten oder wie Rainer es in die Umkleidekabine der Frauen-Nationalmannschaft geschafft hat

von Katharina

Schon wieder ist ein Jahr um und unsere jährliche Reise mit Ingrid Klimke steht kurz bevor. Seit Wochen bekomme ich beim Gedanken an diese Reise das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht – der Namib Wüstenritt steht schon sehr lange ganz oben auf meiner Wunschliste. Viel Zeit zum Aufgeregt sein habe ich dieses Mal nicht, wir fliegen direkt nach den German Masters, so dass vorab noch einiges an Arbeit zu bewältigen ist. Und doch braucht dieser Ritt ein bisschen mehr Vorbereitung, da wir 5 Tage lang ohne Strom sein werden – ich brauche also ausreichend „Saft“ für meine Kamera.

Was meine Wetterangst angeht, verlagert die sich dieses Mal in die andere Richtung – ich hoffe auf Regen oder zumindest eine kleine Kaltfront, nur eine klitzekleine, die die 45 Grad der vergangenen Woche vertreibt…

Aber fangen wir von vorne an. Es ist kaum zu glauben, aber wir kommen ohne jegliche Verzögerung in Frankfurt am Flughafen an! Ich kann es kaum fassen, meine Pechsträhne und die ewige Rennerei von einem verspäteten Zug auf den anderen ist vorbei (ich hatte schon ernsthaft über Lauftraining nachgedacht), ich bin aus dem Hamsterrad ausgebrochen, jetzt fängt ein neues Leben an! Ein neues Lebensgefühl!! Eine neue Ära!!!

Jap, allerdings, und zwar eine in geliehenen Klamotten… womit ich in meiner Euphorie natürlich nicht gerechnet habe, ist, dass auch ein Flieger Verspätung haben kann… Nicht beim Abflug! Nein nein, da war ich noch guter Dinge! Aber irgendwo da oben in der Luft, da muss entweder ne Umleitung gewesen sein oder Stau oder der Pilot hat unterwegs ein Schwätzchen gehalten, was auch immer, wir kommen auf jeden Fall ultra spät in Johannesburg an und – richtig – wir rennen mal wieder. Leider umsonst, dem Bodenpersonal ist es lieber wir bleiben bei unserem Gepäck, welches noch in der Maschine von Frankfurt steckt. Also buchen sie uns auf eine spätere Maschine nach Windhoek um. Nur das mit dem Gepäck, das haben sie nicht so richtig hinbekommen und so startet unsere Wüstensafari mit „leichtem Handgepäck“ und vor allem ohne Ersatzakkus für die Kamera. Ihr könnt euch vorstellen, wie kalt mich diese Tatsache lässt. Da hat auch Andrews „Dann müssen die uns das Gepäck zur ersten Campsite nachbringen, ich kümmer mich da drum“, wenig Wirkung, schließlich sprechen wir von einer Fahrt von mehreren Stunden tief in die Wüste hinein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das klappt.

Selbstverständlich sind alle anderen bereits angekommen, haben schon ihre Zimmer in der Lodge bezogen und den ersten Powernap hinter sich. Wir treffen uns mit Andrew zur allgemeinen Lagebesprechung und zum Dinner auf der Terrasse der Rivercrossing Lodge. Bei der Frage wer was für ein Pferd möchte, wirds dann für Andrew nicht ganz einfach – es wollen ausnahmslos alle ein schnelles Pferd. Nur ich bestätige das „bestellte“, wie immer brave, Fotopferd, dass mit meiner Kamera klar kommt und nicht rumzappelt, wenn ich fotografiere.

Nach einem leckeren Abendessen und einem fröhlichen ersten Abend, freuen wir uns alle auf den kommenden Tag und unsere Fahrt in die Wüste.

Da es terminlich „nur“ für eine Woche anstatt der üblichen 11 Tage gereicht hat und es um diese Jahreszeit eigentlich schon zu heiß für die Wüstendurchquerung ist, lassen wir einen Teil der Strecke aus und fahren weit in die Wüste hinein, um dann noch ca. 250km bis Swakopmund zu reiten.

Wir sind alle schon tierisch gespannt und ich glaube insgeheim denkt jeder es erwarten uns 5 Tage lang Sand und gar nichts, so eben die klassische Vorstellung die man von einer Wüste hat.

Aber schon auf der Fahrt wird klar, dass die Namib soviel mehr zu bieten hat als nur Sand – in einem Teil hat es geregnet und überall wächst wunderhübsches „Puschelgras“, welches in der Sonne silbern glänzt, wir sehen dicke Zebras, hohe Berge, rauhe Felsen, durchqueren den Kuiseb Canyon (hier sei angemerkt ihr solltet unbedingt „Wenn es Krieg gibt gehen wir in die Wüste“ von Henno Martin lesen!), irgendwann sind wir auch offiziell im Namib Naukluft Nature Reserve und kommen in Aruvlei, unserer ersten Campsite, an.

Hier erwarten uns 20 ausgeruhte Vierbeiner und das Team um Andrew herum. Im Laufe der Woche wird erst so richtig deutlich, was dieses wirklich kleine Team leistet!

Da sind Nelson und Collin, zwei fleißige Bienchen im Hintergrund, sie kümmern sich um die Pferde, bauen alles auf und ab, füllen die Duschen mit heißem Wasser, flitzen hin und her und sind immer fröhlich.

Telane – sie ist durch und durch Pferdefrau, ihren Augen entgeht nichts, sie kennt jedes Pferd in- und auswendig und würde alles für ihre Vierbeiner tun. Also genau genommen tut sie das auch.

Christine – wie kann man bitte mit ein bisschen Feuer und einer einzigen Kochplatte so geil kochen??

Phoebe – eine australische Powerfrau in der Wüste. Sie fährt den riesigen Truck mit den Pferden, hilft kochen, baut auf und ab und ist Mädchen für alles. Zuhause trainiert sie die Safaripferde und vorallem hat sie immer gute Laune.

Andrew – er weiß den Weg, ohne ihn wird’s da draussen in der Wüste eng.

Da wir soviele sind, begleiten uns außerdem noch Iris, eine deutsche Tierärztin, als Back-Up Reiterin und Barbara, sie ist zusammen mit ihrem Mann und Andrew Inhaberin von Namibia Horse Safari. Im wirklichen Leben ist sie Ärztin und Araberzüchterin.
Das Team ist klein aber super eingespielt, am Ende des Tages macht jeder alles, sonst würde es nicht funktionieren.

Bevor es dunkel wird, bekommt jeder von uns sein Pferd zugeteilt, wir erhalten eine Einweisung in die Art zu satteln und außerdem wie wir unser Bett auf- und wieder abbauen. Und dann gibt es auch schon den ersten Sundowner und ein ultra leckeres Abendessen am Lagerfeuer. Der berühmte und erhoffte Sternenhimmel ist allerdings nicht zu sehen – wir haben Vollmond und ich wache nachts ein paar mal auf und denke jedesmal jemand hat vergessen das Licht im Schlafzimmer auszumachen.

So, und dann geht’s also los!

Meine Buddy für die kommenden Tage ist Polka, eine 14-jährige Fuchsstute mit haufenweise Safarierfahrung. Zu meiner großen Freude stelle ich schon beim ersten Galopp fest, dass die kleine Maus ein paar Gänge mehr hat, als meine bisherigen Fotopferde und dazu noch super trittsicher und aufmerksam ist, sie sieht jedes Loch! Ein geländegängiger Wüstenferrari, ultra geil! Wir einigen uns auf Arbeitsteilung – Polka übernimmt die Verantwortung für unserer beider Sicherheit (sprich Tempo und Weg) und ich die Verantwortung für gute Bilder und Videos. Klappt hervorragend!

Obwohl wir eigentlich nicht mit Tierbeobachtungen rechnen, haben wir gleich an diesem ersten Tag das große Glück eine größere Gruppe Giraffen zu sehen. Was für ein seltener Anblick in der Wüste und wie gut gertarnt sie in der beigefarbenen Umgebung sind, total faszinierend. Unsere Ponies sind auch gewaltig fasziniert, sowas sieht man als Wüstenpony nicht alle Tage.

Schon an diesem ersten Tag zeigt die Wüste ihre große Vielfalt. Alle paar Kilometer ändert sich das Bild. Von sandig mit vereinzelten Büschen, zu sandig mit Steinen, nur Steinen, nur Sand ohne alles, Canyon mit richtig Höhenmetern, es ist alles dabei und es macht soooo sehr viel Spass! Wir reiten entweder „querbeet“ oder durchqueren auf Jahrhunderte alten Wildpfaden eine Steinwüste, erklimmen einen Berg und haben dann wieder eine gigantische Aussicht auf die unter uns liegende Wüste.

Tatsächlich lässt es sich nur schwer beschreiben, man muss es wirklich selbst erleben. Die Wüste macht erstaunliche Dinge mit einem und lässt einen so unglaublich zur Ruhe kommen und „runterfahren“ wie ich – und auch die anderen – es noch nie erlebt habe.

Die Natur bestimmt unseren Tagesablauf. Es gibt keine Entscheidungen zu treffen, alles läuft nach klaren „Regeln“ – schon am nächsten Tag verfallen wir in eine beruhigende Routine:
Aufstehen, essen, reiten, essen, reiten, essen, schlafen. Hört sich langweilig an, aber hejo, nein, es ist das Abenteuer meines Lebens! Diese Weite, diese Ruhe, dieses unglaubliche Pferd unter mir, die langen, schnellen Galoppaden, ich möchte einfach immer weiterreiten und nie in der Zivilisation ankommen.

Zweimal täglich gehen alle Pferde durch den „Vet-Check“, sprich Telane und Andrew schauen jedes Pferd einzeln an, tasten Rücken und Beine ab, traben es an der Hand und entscheiden dann, ob es eine Pause braucht oder weiter geritten werden kann. Ich bin jeden Tag stolz und glücklich, wenn meine kleine Maus das „Fit to go in the desert“ bekommt und sie mich weiter auf unserem Abenteuer begleitet.

Die langen Ritte geben uns nicht nur die Möglichkeit zu herrlich langen und auch schnellen Galoppaden, sie geben uns auch die Möglichkeit intensiv über uns selbst nachzudenken und wunderbare Gespräche mit unseren Mitreitern zu führen. Etwas, was in unserem hektischen Alltag ja auch oft viel zu kurz kommt. Und das Schöne – keiner schaut zwischendurch auf sein Handy, checkt Mails, Instagram oder facebook, wir haben nämlich 0,0 Empfang! Alle Handys stecken irgendwo in einer Tasche und werden maximal als Kamera benutzt. Ist das nicht herrlich? Gespräche von Angesicht zu Angesicht, nur gestört von einem flotten Galopp oder einem Oryx, welches es zu bestaunen gilt.

Alle Übernachtungsplätze sind auf ihre Art bezaubernd und haben etwas ganz besonderes. So beschert uns der eine einen unglaublichen Sonnenuntergang. Die Sonne ist ein einziger Feuerball und setzt den Himmel regelrecht in Flammen.

Am Freitag hingegen übernachten wir an einem großen roten Felsen, dem Bloedkoppie. Wir klettern zum Sonnenuntergang hinauf und haben einen atemberaubenden Blick auf die Namib. Weite so weit das Auge reicht, keine Menschenseele außer unserer Truppe, der absolute Wahnsinn. Die nächste Nacht hingegen ist im totalen Nichts und wir können kilometerweit schauen und bekommen in der Nacht endlich unseren ersehnten Sternenhimmel! Und da es kein gefährliches Wild in dieser Gegend gibt, können wir unser Bett bedenkenlos überall aufbauen.

Vom Bloedkoppie reiten wir in ein bezauberndes Gebiet mit vielen Felsen, welche die unterschiedlichsten Formationen und Anordnungen bilden. Doch auch diese Gegend ist wie immer nach ein paar Kilometern vorbei und wir kommen in eine weite, sandige Ebene auf welcher wir doch tatsächlich ein Chamäleon finden! Was für ein faszinierendes Tierchen. Es ändert nicht nur seine Farbe, sondern auch seine Form, als Phoebe es auf die Hand nimmt, um es uns zu zeigen.

Die heutige „Apfelpause“ (jeden Morgen gibt es während des Rittes eine Pause für die Pferde und einen Apfel für die Reiter) verbringen wir im Schatten eines Baumes in einem breiten Sandbett.

Barbara hat einen ihrer selbstgezüchteten Araber dabei – Löwenherz ist 5 Jahre alt und bildschön! Als sie Ingrid am zweiten Tag bittet ihn einmal zu reiten, möchte die gar nicht mehr absteigen und so ist er ab sofort Ingrids Wüstenferrari. Der Kerl ist das erste Mal in der Wüste und hat weder Angst vor den Giraffen, noch hat er Mühe mit den Safaripferden mitzuhalten. Einzig das Fressen aus den Futtersäcken (man hängt sie den Pferden über den Kopf) muss er noch lernen. Da stellt er sich wirklich urkomisch an.
Und Ingrid wäre natürlich nicht Ingrid, wenn sie nicht schon beim 2. Ritt die Trense abnimmt und ihn nur noch mit Knotenhalfter und Strick reitet. Und sie wäre auch nicht Ingrid, wenn sie nicht ständig auf der Suche nach einem passenden Baumstamm wäre, um Löwenherz einzuspringen.
Als Reiseleitung könnt ihr euch vorstellen wie froh man ist, wenn kein Baumstamm auffindbar ist. Schließlich ist die Vorstellung, dass sich einer deiner Reisegäste ernsthaft verletzt, nicht gerade Blutdruck senkend. Die Schlagzeile, dass Ingrid Klimke sich beim Einspringen eines bildschönen Arabers in der ältesten Wüste der Welt das Bein gebrochen hat, möchte ich mir aber bei aller Liebe überhaupt gar nicht vorstellen und würde vermutlich zu einem Herzinfarkt meinerseits führen.
Das Schicksal meint es leider nicht gut mit mir und bei eben dieser Apfelpause ist also besagter Baumstamm da und zu Ingrids großer Freude hat er auch noch 3 verschiedene Höhen, so dass sie Löwenherz langsam an die Sache heranführen kann.
„Das ist ja großartig, Ingrid“, denkt mein kleines Herz ironisch und rutscht mir in die Hose. „Wenn schon denn schon“ denkt der Papparazzi in mir und ich zücke meine Kamera.
Löwenherz stellt sich zum Glück geschickt an und alle kommen sicher und unverletzt aus der Nummer raus. Nur die sonst so schlagfertige Barbara ist sprachlos und den Tränen nahe vor Glück und Stolz.

Am Nachmittag haben wir dann unseren ersten „richtigen“ Galopp. Auf einer weiten Ebene mit genug Platz, dass jeder seinen eigenen Weg nehmen kann, bekommen wir die Erlaubnis Andrew überholen zu dürfen, wenn wir wollen. Das lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen!
Mein Ferrari zieht ab wie eine Rakete! Was für ein krasses Pferd! Ich kann das ganze Feld von hinten aufrollen, ich muss nur ein bisschen die Hand aufmachen und Polka schaltet in den nächsten Gang. Ich kann kaum glauben, dass ich so eine Flitzmaus reiten darf!

Der Sonntag startet mit viel Aufregung – Anne hat Geburtstag! Selbstverständlich müssen alle gratulieren, schnattern wild durcheinander und hüpfen halb angezogen durch unsere „Kofferburg“, um Anne um den Hals zu fallen. Bis plötzlich von Rainer ein fast schon verzweifelter Aufschrei kommt: „Verdammt Mädels, ich komm mir vor wie in der Umkleidekabine der Damen-Nationalmannschaft! Egal wo ich mich hindrehe, es rennt immer irgendwo eine von euch nackt oder halbnackt in der Gegend rum! Ich weiß gar nicht mehr wo hinschauen!“
Tatsächlich bestätigt uns später auch Phoebe mit einem Schmunzeln, dass „normale“ Gäste sich in den Duschkabinen umziehen gehen. Da wir uns aber alle irgendwie kennen, kam uns das überhaupt gar nicht in den Sinn!

Am Vormittag genießen wir nochmal einen richtig schnellen Galopp und nähern uns am Nachmittag doch tatsächlich wieder ein wenig der Zivilisation. Alles in mir streubt sich, obwohl die Landschaft wieder einmal atemberaubend ist – wir durchqueren einen riesigen Canyon mit zerklüfteten Felsen und bizarren Felsformationen.

Am Abend übernachten wir bei Andrews Cousin, er hat eine Art Campsite am Ende des Canyons, mit richtigen Duschen und einem Pub wo wir einen unglaublich lustigen Abend mit Billard spielen, Bier trinken und tanzen verbringen.

Und dann ist er auch schon da, der wie immer gefürchtete letzte Reittag. Langsam aber sicher nähern wir uns der Zivilisation und verlassen auch den Namib Naukluft Nationalpark. Kurz vor Swakopmund müssen wir noch eine Straße und Bahnschienen überqueren und stehen plötzlich inmitten riesiger roter Dünen! Wunderschön sind die und alle haben eine andere Form.

Und plötzlich sind wir am Meer und am Ende dieses Abenteuers angelangt. Würde mir jemand sagen „Komm wir reiten zurück“, ich würde sofort meine kleine Polka wenden und es könnte gar nicht schnell genug zurück in die Wüste gehen.

Und wenn ich das so lese, dann werden meine Worte diesem unglaublichen Abenteuer im Sattel und zu mir selbst, überhaupt nicht gerecht! Denn es war soviel toller, schöner, spannender, lustiger und bewegender als ich es hier geschrieben habe, dass ihr es einfach selbst erleben müsst!

Keiner von uns hatte Lust sein Handy anzumachen, obwohl wir in Swakopmund natürlich wieder Empfang und auch WLAN hatten, wir wollten die Erinnerung an dieses wunderbare Erlebnis „Wüste“ solange wie möglich wach halten, das Eins sein mit der Natur und dem Pferd ohne Emails, Social Media, Terminen, Verpflichtungen und all den kleinen und großen Stressmachern in unserem Alltag.

Das Gesamtpaket, welches Andrew und sein Team hier anbieten, ist einfach unvergleichlich. Diese unberührte Natur, die harten und immer fleissigen und vorallem schnellen Pferde, die vielen langen und flotten Galoppaden, das fantastische Essen, das sich im Dunkeln mit der Stirnlampe zurechtfinden, das Schlafen unter dem Sternenzelt in diesen ultra kuscheligen Betten, die Liebe und Leidenschaft mit der das ganze Team dieses Abenteuer im Sattel zu einem unvergesslichen Erlebnis macht und sogar der Staub, der einem nach einem langen Ritt im Gesicht klebt, all das macht einen unglaublich glücklich, dankbar und zufrieden.

Fazit: Sofort wieder!

Hier findet ihr alle spannenden Ritte mit Andrew und seinem Team:
Namib Wüstenritt

Damara Elephant Trail
Desert Canyon Safari

In Namibia gibt es natürlich endlos viele Möglichkeiten den Urlaub zu verlängern. Wir haben den letzten Vormittag genutzt um in Walvis Bay eine Delfin Tour zu machen. Tatsächlich war auch das ein wirklich tolles Erlebnis und wir haben nicht nur Delfine gefunden, welche mit unserem Boot mitgeschwommen sind, wir haben sogar das riesige Glück gehabt einen Mola Mola – auch bekannt als Mondfisch – zu sehen!

PS: Unsere Koffer wurden uns tatsächlich in die Wüste gebracht 😉

Ride & Work at Kaapsehoop Horsetrails – mein Leben als Volontärin

von Jana S.

Am 12.09.2017 war es soweit für mich. Meine zweimonatige Reise nach Südafrika, die ich bereits Monate zuvor geplant hatte, ging endlich los. Das erste Mal in meinem Leben war ich alleine unterwegs und gleich in ein so weit entferntes Land. Ein bisschen Angst hat es mir schon eingejagt, wenn ich ehrlich bin. Denn auch wenn man weiß, wo man hinreist und was man wohl machen wird die meiste Zeit, eigentlich hat man ja doch keine Ahnung, worauf man sich genau eingelassen hat.

Entsprechend fertig mit meinen Nerven war ich auch, als ich in Kaapsehoop ankam, wahrscheinlich eine Mischung aus Erschöpfung von der langen Anreise und die Erleichterung endlich in meinem neuen Zuhause zu sein. Ich wurde sofort freundlich von Leon, dem die Farm mit gehört, Mariska, die die Ritte und Übernachtungen der Gäste organisiert und den beiden anderen Volontärinnen begrüßt. Wir Drei wohnen in einem kleinen Häuschen neben dem von Mariska und Leon, welches zwei Zimmer und ein Bad hat. Während die Anderen für die nachmittägliche Arbeit wieder zum Stall gefahren sind, hatte ich Zeit für mich, um etwas zu essen, zu duschen, auszupacken und richtig anzukommen.

Am nächsten Morgen im Stall habe ich dann auch Christo und Donovan kennengelernt. Christo ist der Chef der Farm und alle Pferde trainiert er mit dem Prinzip des Horsemanship und Donovan betreibt das kleine Restaurant „Saddle Up Eatery“, welches direkt auf dem Hof ist. Seine Burger und Pommes sind wirklich köstlich, wir haben bei ihm an einigen Tagen auch mal Mittag gegessen.

Unser Tag beginnt sehr früh, da es um 6:45 Uhr in den Stall geht und man vorher natürlich gestärkt und fertiggemacht sein muss, denn hungrig und im Schlafanzug arbeitet es sich am Stall eher schlecht. Außerdem sind meistens Gäste da und wir müssen schließlich ordentlich und fit aussehen. Zuerst werden die beiden Hengste und manchmal noch ein paar weitere Paddockpferde gefüttert, Wasser wird aufgefüllt und bei Bedarf auch Heunetze. Manchmal hatten einige Pferde Verletzungen, die wir dann im Anschluss versorgt haben. Je nachdem, ob ein Ritt mit Gästen geplant war oder nicht, haben Christo und Leon in der Zeit die Pferde mit dem Motorrad in den Paddock getrieben, denn nachts leben die Pferde komplett frei. Da kommt es auch mal vor, dass eine kleine Gruppe sich mit den echten Wildpferden, die in dem Gebiet leben, zusammentun und eine Zeit lang mit denen herumziehen. In der Regel kommen aber alle Pferde gern zum Hof, denn dort gibt es Wasser, Futter und Kuscheleinheiten.

Wenn es dann soweit ist, putzen wir die Pferde gründlich und bevor sie gesattelt werden, „blowen“ wir sie. Dabei werden mit so einer Art Hand-Laubbläser Staub und lose Haare aus dem Fell gepustet, damit die Pferde wirklich sauber werden und um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Ebenso trensen wir alle Pferde, wir satteln aber nur unsere eigenen, die anderen werden von Mariska gesattelt. In 99% der Fälle sind immer alle Volontäre auf die Ritte mitgekommen, auf denen wir dann dafür gesorgt haben, dass alle Pferde in einer Reihe bleiben und nicht den Anschluss verlieren. Je nachdem wie erfahren die Gäste sind, machen wir entweder nur einen einstündigen Schrittritt oder aber auch einen zweistündigen Ritt, bei dem das Traben und Galoppieren nicht zu kurz kommen. Bei jedem Ritt allerdings kann man die wunderschöne Landschaft bewundern, wenn man am Escarpment dicht neben dem Abgrund entlang reitet. In meiner Zeit in Kaapsehoop bin ich von diesem Ausblick nicht müde geworden, da es wirklich einfach nur atemberaubend ist. Die von uns Volontären gerittenen Pferde sind meistens jung und noch unerfahren. Unsere Aufgabe dabei ist, sie auf das Leben als Trailpferd vorzubereiten, ihre Rittig- und Achtsamkeit zu verbessern und ihnen die noch fehlende Routine zu geben. Trotz dieser Tätigkeit kann man die allermeiste Zeit die Ritte sehr genießen, sich entspannen und Spaß haben.

Die Rassen dort sind bunt gemischt, vom Kinderpony bis zum Shire-Mix ist wirklich für jeden etwas dabei. Man reitet jedes Mal ein anderes Pferd, ich habe in meiner Zeit die komplette Bandbreite durch. Reiterlich hat mir das auf jeden Fall weiter geholfen, lustig war es ein schmales Pony und ein großes, stämmiges Pferd am selben Tag zu reiten.

Wenn wir nach einem Trail wieder am Stall sind, geht die Arbeit erst richtig los. Alle Pferde müssen von uns angebunden, abgesattelt und abgetrenst und das ganze Equipment an den richtigen Platz gebracht werden. Danach hat einer von uns Volontären schon mal die Gebisse ausgewaschen, während die anderen die Pferde abgebürstet haben. Nachdem die Pferde ihr verdientes Futter aufgefressen haben, geht es für sie auf den Paddock und falls es am selben Tag noch einen weiteren Ritt gibt, geht die ganze Prozedur wieder von vorne los. In meiner Zeit hatten wir meistens nur einen Ritt am Tag und haben dann meist noch etwas gechillt, bis wir meist so gegen 12 Uhr zum Mittagessen nach Hause gefahren sind. Gegessen wird in der Küche bei Mariska und Leon, meistens gibt es Reste vom gestrigen Abendessen. Ansonsten haben wir uns Sandwiches, Müsli, Fruchtsalat oder auch mal ein Omelett gemacht. Nach einer Mittagspause ging es dann zurück in den Stall, wo wir meistens noch irgendwelche anfallenden Arbeiten erledigt haben. Dadurch war das Nachmittagsprogramm meist eine Überraschung, welche wir erst im Laufe des Tages erfahren haben. Manchmal haben wir Äste von Reitpfaden weggeräumt, alte Stacheldrahtzäune nahe der benachbarten Community ausgerissen, damit die Pferde nachts dort nicht hineingeraten oder dabei geholfen, ein Flächenstück am Hof zu begrünen. Allerdings war längst nicht jeden Tag so eine körperliche Anstrengung gefordert, obwohl mir diese Dinge sehr viel Spaß gemacht haben.

An anderen Tagen haben wir mit jungen, neuen und teils auch noch wilden Pferden gearbeitet. Eines Tages ist nämlich ein junges Pferd „nach Hause gekommen“, nachdem es sich über ein Jahr lang den Wildpferden angeschlossen hatte und eines ist mitgekommen. Mit beiden durften wir unter Anleitung arbeiten, sie im Ring aufhalftern, sie an das Führen und Bürsten gewöhnen. Dass uns dieses Vertrauen entgegengebracht wurde, hat mich unglaublich gefreut, denn dadurch konnte nicht nur das Pferd, sondern auch wir viel lernen. Ich hatte Zuhause schon einige wenige Erfahrungen mit Horsemanship gemacht, aber es war wirklich toll zu sehen, wie schnell und fair man mit dieser Methode auch bei vorher wild lebenden Pferden zum Erfolg kommt. Spannend war es auch Christo beim Einreiten zuzugucken, durch reines Zuschauen kann man bekanntlich auch sehr viel mitnehmen.

Feierabend ist normalerweise um 16 Uhr. Wir sind wieder zum Haus gefahren, haben geduscht und uns ausgeruht, bis es gegen 18 Uhr Abendessen gab. Dies wurde normalerweise von Mariska oder Leon zubereitet, wir haben manchmal noch einen Salat gemacht, aber meistens waren wir darin nicht involviert. Gegessen wurde dann gemeinsam im Wohnzimmer auf der Couch, während wir Fernsehen geschaut haben. Zu essen gab es fast immer etwas mit Nudeln, Kartoffeln oder Reis und Fleisch war eigentlich immer dabei. Diese Kohlenhydrate sind natürlich auch wichtig bei der täglichen Arbeit, auch wenn das für mich eine Ernährungsumstellung war, jeden Abend etwas „schweres“ zu essen. Es hat auch ein bisschen gedauert, bis sich mein Körper darauf eingestellt hatte. Mariska und Leon sind auch meist kurz nach dem Essen schlafen gegangen und wir durften dann noch länger fernsehen, allerdings sind wir meistens auch nicht viel später im Bett gewesen. Im Normalfall war mein Licht auch spätestens um 21 Uhr aus, teilweise aber auch noch früher, damit ich am nächsten Morgen nicht übermüdet war.

Langeweile kam nie auf, denn jeder Tag verlief anders. Manchmal wenn schlechtes Wetter war und/oder es nichts für uns zu tun gab und Leon in das ca. 40 Minuten entfernte Nelspruit gefahren ist, hat er uns mitgenommen. An diesen Tagen hat er uns in einer Mall abgesetzt, wo wir dann genug Zeit hatten um Süßigkeiten einzukaufen, zu shoppen, was Leckeres zu essen oder zum Beispiel bowlen zu gehen. Denn in der Mall befinden sich neben normalen Geschäften auch eine Bowlingbahn, ein Kino und sogar eine Eisbahn.

Meine zwei persönlichen Highlights waren allerdings zwei ganz andere Tage! Leon besitzt nämlich zusätzlich noch ein Safariunternehmen, wo er für uns einen Tagesausflug für die Panoramatour und in den Krüger-Nationalpark organisiert hat. Die Panoramatour besteht aus vielen natürlichen Sehenswürdigkeiten, zu denen verschiedene Wasserfälle, der Blyde River Canyon mit den „Three Rondavels“ und auch „God’s Window“ gehören. Am meisten beeindruckt haben mich aber „Bourke’s Luck Potholes“ zu deutsch „Bourkes Glücks-Strudellöcher“ beeindruckt! Dieser Tag war wunderschön, welcher eigentlich nur von der Safari im Krüger-Nationalpark getoppt wurde, welchen wir drei Volontäre mit Cassandra, unserem Guide, verbracht haben. Sie konnte uns zu jedem Tier, welches sie oder wir entdeckt hatten, etwas Spannendes erzählen und wir haben wirklich viele Tiere gesehen. Darunter waren bis auf den Leoparden auch die Big 5.

Ein weiterer, besonderer und ein vielleicht etwas kurioser Moment war, als wir am Stall Sattel und Trense eingepackt haben und damit in den Wald gefahren sind, um nach zwei Gruppen von Pferden zu suchen, die seit über zwei Wochen nicht am Stall waren. Ich sollte mit einer anderen Volontärin eine Gruppe von drei Pferden an den Stall reiten, wobei das dritte Pferd mitlaufen sollte. Gefunden haben wir die drei zusammen mit einem Wildpferd, unsere Pferde ließen sich auch sofort unkompliziert einmal überbürsten, satteln und trensen. Mir wurde dabei die Ehre zuteil, Leons Pferd Louis reiten zu dürfen, bis dato das größte Pferd, auf dem ich je saß, da ich aufgrund meiner Körpergröße sonst eher auf Ponys unterwegs bin. Auf dem Rückweg ist uns das Wildpferd auch noch einige Zeit lang in sicherem Abstand gefolgt, bis es irgendwann im Wald verschwunden ist. Der Kleine tat mir auch ein bisschen leid, aber es nützte ja nichts. Die Erfahrung gemacht zu haben, wie unglaublich entspannt und brav Louis und die anderen beiden waren, war einfach unglaublich toll und es hat riesigen Spaß gemacht, so ein Pferd alleine reiten zu dürfen, nachdem ich selbst auch erst eine Woche in Kaapsehoop war.

Die sechseinhalb Wochen in Kaapsehoop gingen viel zu schnell vorbei und so kam es, dass auch mein Abschied immer näher rückte. In dieser Zeit habe ich sehr viel über Südafrika, die Menschen dort und auch über Pferde gelernt und ich bin definitiv eine bessere Reiterin geworden. Nicht, weil ich viel Unterricht bekommen habe, sondern weil ich in kurzer Zeit mit den verschiedensten Pferden arbeiten und dadurch ein besseres Gefühl für das Pferd und die Verfeinerung der eigenen Hilfen erreichen konnte.

Meinen Abschied erleichtert haben mir der Umstand, dass ich nicht direkt zurück nach Hause geflogen bin, sondern noch einen Kapstadturlaub auf eigene Faust angehängt habe und die Tatsache, dass ich nicht für immer diesen Ort verlassen habe. Ich habe mir selber versprochen, zurückzukehren, um diese kraftvolle Ausstrahlung und Ruhe, die dieser Platz mit sich bringt, wieder spüren zu können. Ich war glücklich und habe einen Sinn in meinem Dasein und Tun gefunden, den ich hier in Deutschland immer noch suche. In diesem Sinne „Baai“ (Afrikaans für „Tschüss“) und ich hoffe bald wieder in diesem facettenreichen Land sein zu dürfen.

Hier gibt es alle Infos zum Ride&Work Programm bei Kaapsehoop und hier geht es zu den Reitsafaris von Kaapsehoop

Ingrid Klimke im Paradies – und es bleibt die Frage: wie bekommen wir einen Baby-Elefanten ins Handgepäck?

von Katharina Hageloch

Es ist mal wieder soweit, ein weiteres Abenteuer im Sattel mit Ingrid Klimke steht an. Die Ausgangssitutation ist wie gehabt – ich freue mich tierisch, bin aber mal wieder am Grübeln, ob wohl auch alles gut gehen wird und ob sich auch wirklich alle wohl fühlen.
Dieses Jahr geht es ins Okavango Delta zu PJ und Barney. Die beiden sind mit ihren Reitsafaris in einem der letzten Paradiese dieser Erde eine absolute Legende unter den Reitsafari-Anbietern.

Wir starten alle gemeinsam von Frankfurt aus Richtung Johannesburg – wir, das sind 10 Mädels und Rainer als Hahn im Korb. Eigentlich sind die Gruppen bei Barney nicht größer als 6 Reiter, aber weil wir eine geschlossene Gruppe sind, macht sie eine Ausnahme. Nach einem unspektakulären Flug kommen wir früh morgens in Johannesburg an und müssen erst einmal einreisen, um in den Transitbereich zu kommen. Eigentlich kein Problem, bei mir fragen sie allerdings nach meinem Kind, welches ich angeblich bei der letzten Einreise dabei hatte….. sollte ich da etwas verpasst haben? Wenn ich so an meine Freundinnen denke, die bereits Kinder haben, war das eigentlich immer nicht zu übersehen… ich sage ihnen also, dass da ein Irrtum vorliegen muss und nach einigem hin und her darf ich dann doch noch einreisen und bin natürlich das Gespött des Tages!
Gegen Mittag fliegen wir weiter nach Maun, dem Tor zum Delta. Von dort werden wir mit Helikoptern zum Camp geflogen.

Der Heli-Flug ist der absolute Brüller – es passen nur 4 Personen in einen Helikopter und die vordere Seite ist komplett aus Glas. Wir sehen Elefanten, Büffel und all mögliches aus der Luft und einfach das Fliegen an sich ist unbeschreiblich toll!
Im Camp werden wir von PJ und Barney und ihrem Team super nett begrüßt und bekommen auch gleich unsere Zelte gezeigt – was gar nicht so einfach ist, weil da ein paar Dickhäuter im Weg stehen und die auch nicht so recht verstehen, dass wir gerne da entlang gehen würden. Percy, der Head Guide, macht uns den Weg frei und so kann jede unbeschadet ihr Domizil beziehen.
Nach einem kurzen Snack und einer Einweisung, geht es dann auch schon das erste Mal auf die Pferde.

Und was soll ich sagen – ich bin total im Glück, ich kann mir seinen Namen nicht merken, aber er ist ein Traummann! Nun gut, Traumwallach, aber ich liebe ihn, schon nach den ersten 5 Minuten ist mir klar, das wird was richtig Gutes mit uns zwei! Er ist ein Friesenmischling, pechschwarz, super süß, total motiviert und er hält still, wenn ich fotografiere! Und er hat vor nichts Angst. Was will Frau bitte mehr im wilden, fernen Afrika?

 

 

 

 

 

 

 

Unser erster Eingewöhnungs-Ritt führt uns nicht weit, aber wir sehen gleich schon Elefanten, Giraffen, Zebras und einige Antilopen und zurück im Camp hüpfen wir direkt noch auf die Landrover und fahren zu einem 3 Tage alten Löwen-Kill in der Hoffnung, dass die Löwen noch dort sind. Es erwarten uns eine Menge Geier und ein fürchterlicher Gestank, aber die Löwen sind leider nicht mehr da.


Der erste Tag klingt mit einem leckeren Abendessen und diversen Geschichten am Lagerfeuer aus und wir fallen alle todmüde ins Bett, um am nächsten Morgen mega früh geweckt zu werden!
Um 6.15 Uhr müssen alle auf den Pferden sitzen…. Aber das frühe Losreiten lohnt sich – zum einen ist es noch einigermaßen kühl und zum anderen ist das Licht natürlich gigantisch! Die Landschaft hier ist traumhaft schön, neben dem Wasser, wofür das Delta so bekannt ist, gibt es meterhohes Savannengras, welches in der aufgehenden Sonne wie Gold leuchtet!
Ich sage es schon gleich mal vorab – ich habe keine Ahnung, wie ich diese Woche in einen Blogbericht packen soll…. Wir haben so abgefahren viel erlebt, dass es eigentlich gar nicht in Worte zu fassen ist und wenn, dann werden es soviele, dass ihr wahrscheinlich nach spätestens der Hälfte aussteigt… oder einsteigt – in den Flieger nach Maun….
Gut, also unser erster Morgenritt startet gleich mal mit Elefanten – wir sind hier einfach im Elefantenparadies!! Dann sehen wir Giraffen und treffen zweimal auf Büffel! Puh, so ne ganze Herde hat schon was Respekt einflössendes, das muss ich ja wirklich zugeben. Die schauen immer als ob man ihnen Geld schulden würde…. Unser Guide „Chief“ hat es aber echt drauf. Er führt uns umsichtig an die Tiere heran und auch wieder von ihnen weg und sein Backup „Boy“ (nein, es ist nicht sein Backup Junge, sondern Boy heißt „Boy“ 🙂 ) hat die besten Augen die man sich vorstellen kann – er findet alles und wenn es noch so weit weg ist und noch so versteckt im Gras liegt.

Zurück im Camp versorgen wir unsere Pferde – die leben übrigens tagsüber frei auf einem „Stück“ Wiese, wo ein paar Angestellte auf sie aufpassen, dass sie a) nicht abhauen und b) nicht gefressen werden und nachts hat jedes eine eigene Box. Und danach geht’s erst mal zum baden! Percy fährt uns mit dem Boot ein Stück flussaufwärts an eine sichere Stelle und wir baden dort in glasklarem, herrlich frischem Wasser.
Nachmittags machen wir mit den Jungs eine Mokoro Tour. Katja und ich teilen uns ein Mokoro, Boy „fährt“ uns. Die Perspektive, so fast auf Wasserhöhe, ist total cool, weil man das ganze Kleingetier und die Wasserlilien viel besser sieht. Außerdem gibt es hier soviele tolle Vögel, dass man fast zum Vogelliebhaber werden könnte! Fischadler zum Beispiel, was für stolze und wunderschöne Tiere das sind! Und sie sind riesig!
Boy bastelt für Katja und mich einen Hut aus einem Lilienblatt und eine Kette aus einer Lilienblüte – wir sind ganz aus dem Häuschen wie hübsch das aussieht! Naja, der Hut vielleicht nicht ganz so hübsch, aber die Kette ist der Hammer!

Am nächsten Tag ist es doch tatsächlich ein wenig bewölkt, was zum reiten super angenehm ist. Wir dürfen ewig einer Elefantenherde beim fressen zusehen und obwohl sie ganz kleine, unfassbar süße, Babies dabei haben, sind sie wirklich tiefenentspannt.
Nach einem wunderbaren Ritt auf unseren tollen Vierbeinern kommen wir dieses Mal von der anderen Seite des Flußes zurück zum Camp und „müssen“ den Fluss an unserer Badestelle überqueren. Da das Wasser dort ziemlich tief ist, satteln wir unsere Pferde ab und dürfen mit ihnen ohne Sattel durch den Fluss schwimmen! Bevor es aber losgeht hören wir plötzlich lautes Gewieher und ein paar der Pferde kommen von der „Koppel“ angaloppiert und schwimmen doch tatsächlich durch den Fluss zu uns herüber, um ihre Kumpels abzuholen! Wie süß ist das denn bitte???


Am Abend kommt leider ein heftiges Gewitter auf – ich hasse Gewitter – so dass wir bei Kerzen- und Blitzlicht zu Abend essen…. Ich muss gestehen, dass die Blitze eine krasse Stimmung zaubern und als mir dann noch ein genialer Schnappschuss gelingt, bin ich wieder etwas versöhnt mit dem Wettergott (treue Leser wissen, dass Regen immer ein Thema ist auf meinen Reisen mit Ingrid) 😉

 

 

 

 

 

Am Samstag heißt es umziehen! Wir packen unsere Taschen für die nächsten zwei Nächte und machen uns auf zu einem Tagesritt nach Mokolowane, dem zweiten Camp.
Wir starten bei traumhaftem Licht – Sonne mit kleinen Wölkchen – und treffen gleich zu Beginn auf eine große Gruppe Giraffen, die perfekt für uns posen und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Nach einigen Wasserdurchritten erreichen wir eine große, offene Fläche und kommen uns vor wie im Paradies – hier grast einfach alles, was man sich vorstellen kann! Giraffen, Zebras, Tsesebees, Impalas, Gnus, Warzenschweine und wir sind stille Beobachter dieser Arche Noah!

In einem lauschigen Wäldchen, direkt am Wasser, erwartet uns unsere Mittagspause. Und zwar mit allem was man für ein 3-stündiges Päuschen so brauchen könnte! Ersteinmal versorgen wir unsere Pferde – getrunken haben sie bereits am Fluss – und binden sie im Schatten der Bäume an. Sie werden bestens umsorgt von einem ganzen Team an Pflegern. Nachdem sie aus großen Schüsseln ihr Kraftfutter gemampft haben, machen sie erst einmal ein bisschen Siesta und werden gegen später zum grasen an den Fluss geführt, wo tatsächlich die meisten frei laufen dürfen und auch nicht abhauen!
Wir bekommen einen lecker gekochten Lunch mit allem was dazu gehört und machen dann ebenfalls Siesta auf mitgebrachten Liegen. Doch irgendwann kommt Bewegung in unser kleines Camp – eine Herde Elefanten ist nur ein paar Meter von uns entfernt im Gebüsch! Nachdem Chief und Percy ihnen freundlich aber bestimmt sagen, dass sie weiter ziehen sollen, wandert die ganze Herde durch den Fluss auf die andere Seite. Was für eine schönes Bild! Einige kleine Babies, die von ihren Müttern sicher durchs Wasser geführt werden, zwei junge Bullen kämpfen miteinander und einer verliert sich an einem Ameisenhügel und verpasst den Anschluss….
Gegen 15.30 Uhr klettern wir wieder auf unsere ausgeruhten Vierbeiner und kommen nach gut 1,5 Stunden in Mokolowane an. Ebenfalls mit Blick zum Fluss, besteht dieses Camp komplett aus Stelzenhäusern!


Die Pferde haben hier ebenfalls einen Stall und werden wie immer bestens vom Team versorgt. Wir wohnen in einem der „kleineren“ Häuschen – es besteht aus einem Bad und einem großen, nach vorne offenen, Raum. Man liegt also mit Blick auf den Fluss in einem kuscheligen Daunenbett und lässt sich eine frische Brise um die Nase wehen. Einfach mega!
Am Sonntagmorgen bekommen unsere treuen Vierbeiner erstmal eine Pause und wir machen uns mit Percy und Chief zu einer Bootstour mit Bushwalk auf.
Da der Wasserpegel schon zu weit zurück gegangen ist, können wir mit dem Boot nicht ganz bis an Land fahren, also bauen die zwei Jungs uns eine Stuhlbrücke, damit wir trockenen Fusses an Land kommen – Not macht ja bekanntlich erfinderisch…
Während Percy uns eine Einweisung für unseren Spaziergang gibt, müssen wir, typisch Weiber, immer wieder gewaltig kichern. Percy schüttelt nur den Kopf und sagt, so werden wir nie ein Tier sehen! Als er uns dann noch erklärt, was wir zu tun haben, wenn wir auf einen einzelnen Büffel treffen – wir sollen uns auf den Boden legen und zum nächsten Baum rollen – gibt es kein Halten mehr. Die Vorstellung, dass sich 10 gackernde Weiber hinter einem Baum verstecken, ist einfach zu komisch! Und plötzlich ruft eine „Da ist eine Hyäne!!!!“ Wir schauen alle in die Richtung und tatsächlich!! Unser Gelächter hat 2 junge Hyänen auf den Plan gerufen! Urplötzlich ist es mucksmäuschenstill und wir dürfen sie ganz aus der Nähe betrachten! Sie sind total neugierig und schauen uns ganz genau an und sie sind so niedlich mit ihren großen Ohren! Nachdem sie sich wieder verkrümelt haben, starten wir zu unserem Bushwalk. Percy erklärt uns vieles über die verschiedenen Pflanzen, die unterschiedlichen Dungarten der Tiere, erklärt uns wie wir uns eine Zahnbürste basteln können und noch so einiges mehr. Dabei ist er einfach so urkomisch, auch in der Interaktion mit Chief (Percy zeigt uns etwas am Boden, plötzlich hebt er den Kopf: „Chief! Chief! Look around for the elephants!“), dass wir nur mit Mühe unser Gekicher in Zaum halten können. Nach einer Weile sehen wir doch glatt nochmal eine Hyäne! Diesmal die Mama! Kann man auch soviel Glück haben? Ich liebe Hyänen! Ich finde sie einfach wunderschön!
Zurück am Boot krabbeln wir wieder, selbstverständlich so elegant wie kleine Gazellen, über die Stühle zurück ins Boot.

Als wir uns dem Camp nähern, steht ein einzelner Elefantenbulle genau neben unserer Fahrrinne! Wir sind ganz aufgeregt und fragen uns, wie wir jetzt zum Camp kommen! Aber Percy und Chief erkennen, dass er völlig entspannt ist – er buddelt mit seinen Füßen die Wasserpflanzen aus und mampft genüsslich die Wurzeln – so dass sie uns mit dem Boot an ihm vorbei fahren! Was für ein Erlebnis! Er ist (fast) zum Greifen nah und lässt sich von uns überhaupt nicht stören. Wir verbringen bestimmt eine halbe Stunde mit ihm und genießen einfach nur seine Schönheit.

Am nächsten Morgen treffen wir zum allerersten Mal in dieser Woche auf einen Game Drive – ja, wir haben tatsächlich noch kein einziges Auto gesehen, seit wir hier sind – und sehen ihn kurze Zeit später nochmal in der Ferne. Und als ich so denke „Das ist doch keine Antilope, was da um das Auto rumläuft….“ Da sagt Chief auch schon, dass es ein Löwe ist, genau genommen 2!
Wir nähern uns in gebührendem Abstand und entsprechend gegen den Wind. Es sind 2 Männchen. Nachdem wir sie eine Weile beobachtet haben, reiten wir weiter und sind kurz darauf an einem neuen Mittagspausen-Spot – ähnlich schön wie 2 Tage zuvor!
Chief und Percy bieten uns an mit dem Truck zurück zu den Löwen zu fahren – das lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen! Wir krabbeln alle auf die Ladefläche und los geht’s! Die 2 Jungs sind noch da und sind richtig cool! Der eine sieht total abgeranzt aus – er hat mehrere Wunden im Gesicht, am Sprunggelenk hängt eine Triangel weg und die Schwanzspitze hat er auch irgendwo „verloren“. Trotzdem sieht er wahnsinnig beeindruckend aus! Irgendwann steht er auf und macht so komische Bewegungen und ich denke noch, der sieht aus als ob er sich übergeben müsste…. Das tut er dann auch…. Baaaaaah wie eklig! Aber irgendwie auch krotesk – ein ko…. Löwe! Wer hat sowas schon mal gesehen??
Der andere sieht aus, als ob er eben aus der Maske von König der Löwen kommt – wunderschön gebaut, traumhafte Mähne, er sieht wie frisch gekämmt und geföhnt aus! Er läuft ein bisschen durch die Gegend und wir folgen ihm – was für ein tolles Tier! Soviel Stolz, Kraft und Arroganz, einfach der Wahnsinn! Wir sind total geflasht und fahren happy und hungrig zurück zu unseren Pferden, zum Mittagessen und einer gemütlichen Pause am Fluss.

Am Abend kommen ein paar Elefanten ins Camp und fressen zwischen den Zelten an den Bäumen. Wir gehen zur Plattform am Pool und erleben etwas, was selbst Barney nach so vielen Jahren hier draußen im Busch noch nicht oft erlebt hat. Eine Elefantenkuh mit einem winzig kleinen Baby kommt immer näher und näher und obwohl sie so ein junges Baby hat, ist sie völlig entspannt. Wir flippen – selbstverständlich nur innerlich und ganz leise – fast aus, so ein unbeschreibliches Erlebnis ist das! Der Kleine ist irgendwann müde und lehnt sich mit dem Kopf gegen die Schulter der Mutter und als er dann plötzlich anfängt, nur ein paar Meter von uns entfernt, zu säugen, sind wir vollends im Zuckerschock! Sowas Süßes hat die Welt noch nicht gesehen! Da ist dieses kleine Wesen mit seiner riesigen Mutter und schmatzt einfach seine Milchration direkt vor unserer Nase in sich rein! Wir genießen noch ein paar Minuten diesen magischen Moment in unserem sicheren Versteck und schleichen uns dann aber zurück ans Feuer, um die beiden nicht doch noch zu stören.

Am nächsten Tag ist das Wetter wieder gewohnt gut mit einem wunderschönen, kitschigen Sonnenaufgang. Gleich zu Beginn unseres Rittes treffen wir auf 2 Elefantenbullen, die gerade genüsslich einen Baum auffressen.
Nach einigen schönen Galoppaden und unserer obligatorischen Apfel-Schokoriegel-Frühstücks-Pause, treffen wir zunächst auf eine große Giraffengruppe und wenig später auf eine riesige Büffelherde! Holla die Waldfee, das sind nochmal mehr, als ein paar Tage zuvor! Aber auch sie sind sehr entspannt und machen einfach weiter ihr Ding.

Am Nachmittag gehen wir auf einen tollen Bootsausflug. Auf dem Fluss sehen wir unglaublich viele verschiedene Vögel, Hippos, Antilopen, Elefanten und Paviane mit winzig kleinen Babies! Einfach nur traumhaft schön! Um zum Boot zu kommen müssen wir ein Stück mit dem Auto fahren. Auf dem Hinweg haben wir bereits unter anderem einen Vogelstrauss gesehen – auf dem Rückweg sehen wir ihn mit seiner Frau und seinen Kindern. So ein lustiger Haufen, wie die da rum flitzen!
Und dann und dann und dann – ich bin immernoch ganz aufgeregt – biegen wir um eine Kurve und auf einmal ist da ein riesiges Rudel wilder Hunde!!! Ich kann meinen Augen kaum trauen, ich wollte sie so gerne mal sehen und jetzt rennen da 20 Stück rum und schlagen sich um ein armes Impala oder besser gesagt die Reste davon. Sie sind alle suuuuuper aufgeregt, jaulen und winzeln wie verrückt, rennen hin und her und bekommen sich kaum ein. Total verrückt und unglaublich toll diese vom Aussterben bedrohten Tiere live erleben zu dürfen! Und dann auch noch soviele!

Tja und dann ist er da, der gefürchtete letzte Tag…. Wir gehen nochmal auf einen kurzen Ritt und versuchen die wilden Hunde zu finden, leider ohne Erfolg. Aber das wäre auch unverschämt viel Glück gewesen! Nach einem Elefanten-Sighting und ein paar frischen Galoppaden, wartet ein leckeres, herzhaftes Frühstück auf uns. Noch schnell duschen – gepackt haben wir schon und unser Gepäck ist auch bereits seit einiger Zeit mit dem Auto auf dem Weg nach Maun – und dann kommt die erste Runde Helikopter auch schon. Ich darf bei der zweiten Fuhre mitfliegen und versuche noch soviel Okavango Delta in mir aufzusaugen, wie es nur geht. Viel zu schnell sind die Helis wieder zurück und wir müssen uns nun wirklich verabschieden. Der Flug zurück nach Maun ist phänomenal! Wir sehen – natürlich – Elefanten und die Jungs gehen auch mal ein bisschen tiefer runter, so dass wir besser sehen können. Das macht so unglaublich Spass! Man möchte gar nicht ankommen!
In Maun fällt mir dann auf, dass ich mein Handy im Camp vergessen habe und ich auch keine Chance habe es noch rechtzeitig wieder zu bekommen. Der erste Gedanke, der mir durch den Kopf schießt: „Jetzt darf das blöde Handy noch länger hier bleiben und ich muss nach Hause!!“….

Wir haben eine wirklich unbeschreibliche Woche im Paradies erlebt und auch jetzt fehlen mir eigentlich die Worte um zu beschreiben, wie toll es wirklich war – man muss es einmal selbst erlebt haben, dieses Paradies im Herzen Botswanas.
Elefanten ohne Ende, hammer tolle Pferde, unglaubliche Landschaft, fähige Guides, die mit einem Humor ausgestattet sind, dass man wirklich an sich halten muss, um nicht von einem Lachanfall in den nächsten zu stolpern und zwei Gastgeber, wie man es sich besser nicht vorstellen könnte!

Hier findet ihr alle Informationen, jeder Afrikaliebhaber sollte einmal im Leben im Okavango Delta gewesen sein (geht natürlich auch öfter 😉 )

Marokko – Oase Tafilalelt und Sanddünenritt

von Nelly N.

Marokko März 2017

2. Woche des Oase Tafilalelt Rittes

Am 18.03.2017 war es endlich soweit. Der Tag des Aufbruchs nach Marokko war gekommen. Da ich recht spät gebucht hatte, hatte ich einen recht komplizierten Flug und war heilfroh als die beiden Mitreiter, die ich in Casablanca am Flughafen getroffen hatte, und ich um kurz vor 12 nachts auf dem Flughafen in Ouarzazate landeten. Das “Tor zur Wüste” begrüßte uns mit strömendem Regen, der aber nur diese Nacht anhalten sollte. Nach einem kurzen Transfer mit dem vorbestellten Taxi zum Hotel und dem nächtlichen Kennenlernen meiner Zimmernachbarin, verbrachte ich die erste Nacht in einem sauberen, typisch “orientalischen” Hotelzimmer.

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Ingrid Klimke – auch berühmt sein schützt nicht vor akuter Afrikasucht

von Katharina Hageloch

Wir wissen, dass unser Flaggschiff Wait A Little ein potenzielles Suchtrisiko birgt, aber dass sogar jemand wie Ingrid Klimke zum Wiederholungstäter wird, gleicht doch schon einem Ritterschlag! Da unser erstes gemeinsames Abenteuer im Sattel bereits 2013 stattgefunden hatte, war es dringend an der Zeit für Wait A Little 2.0.
Noch immer schwärmen sowohl Ingrid als auch wir von dieser Woche mit sovielen Highlights – Elefanten im Fluss, unser Feuergalopp auf Makalalis Airstrip, Löwen überall und unsere lustigen Abende mit Else der westfälischen Bäuerin! Also gab es irgendwie ja auch was zu toppen…. Schwupps, da war sie wieder die Anspannung…. 2 Jahre so gut wie kein Regen – so sehr ich dem Reservat Regen gönnte, aber was, wenn er ausgerechnet in „unserer“ Woche kommt? Was, wenn wir keine Tiere sehen – die latschen ja rum wo sie wollen…. Es gab also schon wieder genug wenns und abers um mir ein leicht flaues Gefühl in der Magengegend zu bereiten. Dass aber 5 Mannen komplett ohne Gepäck ankommen würden, damit hat selbst mein kreatives Unterbewusstsein nicht gerechnet…. Doch dazu später mehr. Ingrid Klimke – auch berühmt sein schützt nicht vor akuter Afrikasucht weiterlesen

Jakotango – “Expect the worst, hope for the best”

von Claudia U.

Jakotango – “Expect the worst, hope for the best” (Charlie Agar)

Was ich erwartet habe:

  • Tolle Pferde, öde Landschaften und schlechtes Wetter

Was ich bekommen habe:

  • Das tollste Abenteuer meines Lebens

Eigentlich wollte ich zum Polospielen nach Argentinien, aber einmal dort, will man ja auch was von Land und Leuten sehen, eventuell ein Farmstay auf einer Estanzia oder ein Wanderritt? „Alles zusammen wäre ja auch ganz toll!“ Das waren meine Vorgaben an Pferdesafari, und das Ergebnis war noch viel besser!! Jakotango – “Expect the worst, hope for the best” weiterlesen

Ein schneller Araber und die beste Paella der Welt

von Katharina Luz

Bei meinem neuesten Abenteuer im Sattel geht es diesmal nicht auf den afrikanischen Kontinent, sondern nur knappe zwei Flugstunden gen Süden an die Costa Brava zu unseren neuen Partnern Catalonia Horse Trails.
Mein Ritt beginnt Sonntagabend am Flughafen in Barcelona, also beschließe ich am Samstagmorgen zu fliegen und mir noch, wie der Schwabe so schön sagt, s’Städtle anzuschauen – ich bin schwer beeindruckt, aber dazu später mehr! Näheres findet ihr hier. Ein schneller Araber und die beste Paella der Welt weiterlesen

Tolle Pferde, Entspannung pur und das Abenteuer Polocrosse

von Katharina Luz

Nach einer traumhaft schönen Woche auf dem Wild Coast Trail reise ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge ab – das weinende Auge liegt auf der Hand, das lachende, weil mich eine weitere Woche Abenteuer im Sattel in Südafrika erwartet!
Wir fliegen zurück nach Johannesburg, wir, heißt Rainer, Sylvie (sie wird mich begleiten) und ich. Da Rainer eigentlich weiter nach Wait A Little möchte, die Zeit zum Weiterfahren aber zu knapp ist, kommt er kurzerhand mit Sylvie und mir. Unser Ziel ist Horizon Horseback Safaris, einer unserer Partner in der Waterberg Region. Nach kurzweiligen 3 Stunden Autofahrt kommen wir abends auf Horizon an und werden sofort herzlich von Kirsty empfangen. Rainer hatten wir noch kurzfristig für eine Nacht angemeldet und stecken ihn einfach mit in unser Zimmer – das fängt schon mal herrlich unkompliziert an, das gefällt mir!

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Ingrid Klimke – beim schnellsten Galopp ihres Lebens

von Katharina Luz

Wir brechen zu unserer inzwischen 3. gemeinsamen Reise mit Ingrid Klimke auf. Ein bisschen aufgeregt bin ich immer, aber so langsam bekomme ich doch Routine.
Diesmal geht es wieder nach Südafrika, an die Wild Coast zu Julie-Anne – raue See, lange Strände und schnelle Pferde. Für mich ist es dort ebenfalls das erste Mal, ich bin also auch schon sehr gespannt, was uns dort erwartet!
Wir fliegen nach Johannesburg und von dort noch kurze 1,5 Stunden nach East London. Mit dem Transfer geht es weiter nach Kei Mouth direkt an die Küste. Und dort erwarten uns ersteinmal viele Wolken und Regen! Na toll, das ist ja fast wie letztes Jahr in Botswana!

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Badminton Horse Trials 2015

Während meine Kollegen bei der internationalen Vielseitigkeit in Marbach die Pimms- und Sektbar schmeissen und nebenbei Kunden über unsere fantastischen Reisen beraten, darf ich dieses Jahr die Reise nach England zu den Badminton Horse Trials antreten – ein lang gehegter Wunsch, welcher sich aufgrund der Zeitgleichheit der beiden Veranstaltungen nie verwirklichen lies. Aber mit einem tollen Team und entsprechender Vorarbeit konnte ich mir dieses Jahr meinen Wunsch erfüllen!

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