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Ingrid Klimke im Paradies – und es bleibt die Frage: wie bekommen wir einen Baby-Elefanten ins Handgepäck?

von Katharina Hageloch

Es ist mal wieder soweit, ein weiteres Abenteuer im Sattel mit Ingrid Klimke steht an. Die Ausgangssitutation ist wie gehabt – ich freue mich tierisch, bin aber mal wieder am Grübeln, ob wohl auch alles gut gehen wird und ob sich auch wirklich alle wohl fühlen.
Dieses Jahr geht es ins Okavango Delta zu PJ und Barney. Die beiden sind mit ihren Reitsafaris in einem der letzten Paradiese dieser Erde eine absolute Legende unter den Reitsafari-Anbietern.

Wir starten alle gemeinsam von Frankfurt aus Richtung Johannesburg – wir, das sind 10 Mädels und Rainer als Hahn im Korb. Eigentlich sind die Gruppen bei Barney nicht größer als 6 Reiter, aber weil wir eine geschlossene Gruppe sind, macht sie eine Ausnahme. Nach einem unspektakulären Flug kommen wir früh morgens in Johannesburg an und müssen erst einmal einreisen, um in den Transitbereich zu kommen. Eigentlich kein Problem, bei mir fragen sie allerdings nach meinem Kind, welches ich angeblich bei der letzten Einreise dabei hatte….. sollte ich da etwas verpasst haben? Wenn ich so an meine Freundinnen denke, die bereits Kinder haben, war das eigentlich immer nicht zu übersehen… ich sage ihnen also, dass da ein Irrtum vorliegen muss und nach einigem hin und her darf ich dann doch noch einreisen und bin natürlich das Gespött des Tages!
Gegen Mittag fliegen wir weiter nach Maun, dem Tor zum Delta. Von dort werden wir mit Helikoptern zum Camp geflogen.

Der Heli-Flug ist der absolute Brüller – es passen nur 4 Personen in einen Helikopter und die vordere Seite ist komplett aus Glas. Wir sehen Elefanten, Büffel und all mögliches aus der Luft und einfach das Fliegen an sich ist unbeschreiblich toll!
Im Camp werden wir von PJ und Barney und ihrem Team super nett begrüßt und bekommen auch gleich unsere Zelte gezeigt – was gar nicht so einfach ist, weil da ein paar Dickhäuter im Weg stehen und die auch nicht so recht verstehen, dass wir gerne da entlang gehen würden. Percy, der Head Guide, macht uns den Weg frei und so kann jede unbeschadet ihr Domizil beziehen.
Nach einem kurzen Snack und einer Einweisung, geht es dann auch schon das erste Mal auf die Pferde.

Und was soll ich sagen – ich bin total im Glück, ich kann mir seinen Namen nicht merken, aber er ist ein Traummann! Nun gut, Traumwallach, aber ich liebe ihn, schon nach den ersten 5 Minuten ist mir klar, das wird was richtig Gutes mit uns zwei! Er ist ein Friesenmischling, pechschwarz, super süß, total motiviert und er hält still, wenn ich fotografiere! Und er hat vor nichts Angst. Was will Frau bitte mehr im wilden, fernen Afrika?

 

 

 

 

 

 

 

Unser erster Eingewöhnungs-Ritt führt uns nicht weit, aber wir sehen gleich schon Elefanten, Giraffen, Zebras und einige Antilopen und zurück im Camp hüpfen wir direkt noch auf die Landrover und fahren zu einem 3 Tage alten Löwen-Kill in der Hoffnung, dass die Löwen noch dort sind. Es erwarten uns eine Menge Geier und ein fürchterlicher Gestank, aber die Löwen sind leider nicht mehr da.


Der erste Tag klingt mit einem leckeren Abendessen und diversen Geschichten am Lagerfeuer aus und wir fallen alle todmüde ins Bett, um am nächsten Morgen mega früh geweckt zu werden!
Um 6.15 Uhr müssen alle auf den Pferden sitzen…. Aber das frühe Losreiten lohnt sich – zum einen ist es noch einigermaßen kühl und zum anderen ist das Licht natürlich gigantisch! Die Landschaft hier ist traumhaft schön, neben dem Wasser, wofür das Delta so bekannt ist, gibt es meterhohes Savannengras, welches in der aufgehenden Sonne wie Gold leuchtet!
Ich sage es schon gleich mal vorab – ich habe keine Ahnung, wie ich diese Woche in einen Blogbericht packen soll…. Wir haben so abgefahren viel erlebt, dass es eigentlich gar nicht in Worte zu fassen ist und wenn, dann werden es soviele, dass ihr wahrscheinlich nach spätestens der Hälfte aussteigt… oder einsteigt – in den Flieger nach Maun….
Gut, also unser erster Morgenritt startet gleich mal mit Elefanten – wir sind hier einfach im Elefantenparadies!! Dann sehen wir Giraffen und treffen zweimal auf Büffel! Puh, so ne ganze Herde hat schon was Respekt einflössendes, das muss ich ja wirklich zugeben. Die schauen immer als ob man ihnen Geld schulden würde…. Unser Guide „Chief“ hat es aber echt drauf. Er führt uns umsichtig an die Tiere heran und auch wieder von ihnen weg und sein Backup „Boy“ (nein, es ist nicht sein Backup Junge, sondern Boy heißt „Boy“ 🙂 ) hat die besten Augen die man sich vorstellen kann – er findet alles und wenn es noch so weit weg ist und noch so versteckt im Gras liegt.

Zurück im Camp versorgen wir unsere Pferde – die leben übrigens tagsüber frei auf einem „Stück“ Wiese, wo ein paar Angestellte auf sie aufpassen, dass sie a) nicht abhauen und b) nicht gefressen werden und nachts hat jedes eine eigene Box. Und danach geht’s erst mal zum baden! Percy fährt uns mit dem Boot ein Stück flussaufwärts an eine sichere Stelle und wir baden dort in glasklarem, herrlich frischem Wasser.
Nachmittags machen wir mit den Jungs eine Mokoro Tour. Katja und ich teilen uns ein Mokoro, Boy „fährt“ uns. Die Perspektive, so fast auf Wasserhöhe, ist total cool, weil man das ganze Kleingetier und die Wasserlilien viel besser sieht. Außerdem gibt es hier soviele tolle Vögel, dass man fast zum Vogelliebhaber werden könnte! Fischadler zum Beispiel, was für stolze und wunderschöne Tiere das sind! Und sie sind riesig!
Boy bastelt für Katja und mich einen Hut aus einem Lilienblatt und eine Kette aus einer Lilienblüte – wir sind ganz aus dem Häuschen wie hübsch das aussieht! Naja, der Hut vielleicht nicht ganz so hübsch, aber die Kette ist der Hammer!

Am nächsten Tag ist es doch tatsächlich ein wenig bewölkt, was zum reiten super angenehm ist. Wir dürfen ewig einer Elefantenherde beim fressen zusehen und obwohl sie ganz kleine, unfassbar süße, Babies dabei haben, sind sie wirklich tiefenentspannt.
Nach einem wunderbaren Ritt auf unseren tollen Vierbeinern kommen wir dieses Mal von der anderen Seite des Flußes zurück zum Camp und „müssen“ den Fluss an unserer Badestelle überqueren. Da das Wasser dort ziemlich tief ist, satteln wir unsere Pferde ab und dürfen mit ihnen ohne Sattel durch den Fluss schwimmen! Bevor es aber losgeht hören wir plötzlich lautes Gewieher und ein paar der Pferde kommen von der „Koppel“ angaloppiert und schwimmen doch tatsächlich durch den Fluss zu uns herüber, um ihre Kumpels abzuholen! Wie süß ist das denn bitte???


Am Abend kommt leider ein heftiges Gewitter auf – ich hasse Gewitter – so dass wir bei Kerzen- und Blitzlicht zu Abend essen…. Ich muss gestehen, dass die Blitze eine krasse Stimmung zaubern und als mir dann noch ein genialer Schnappschuss gelingt, bin ich wieder etwas versöhnt mit dem Wettergott (treue Leser wissen, dass Regen immer ein Thema ist auf meinen Reisen mit Ingrid) 😉

 

 

 

 

 

Am Samstag heißt es umziehen! Wir packen unsere Taschen für die nächsten zwei Nächte und machen uns auf zu einem Tagesritt nach Mokolowane, dem zweiten Camp.
Wir starten bei traumhaftem Licht – Sonne mit kleinen Wölkchen – und treffen gleich zu Beginn auf eine große Gruppe Giraffen, die perfekt für uns posen und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Nach einigen Wasserdurchritten erreichen wir eine große, offene Fläche und kommen uns vor wie im Paradies – hier grast einfach alles, was man sich vorstellen kann! Giraffen, Zebras, Tsesebees, Impalas, Gnus, Warzenschweine und wir sind stille Beobachter dieser Arche Noah!

In einem lauschigen Wäldchen, direkt am Wasser, erwartet uns unsere Mittagspause. Und zwar mit allem was man für ein 3-stündiges Päuschen so brauchen könnte! Ersteinmal versorgen wir unsere Pferde – getrunken haben sie bereits am Fluss – und binden sie im Schatten der Bäume an. Sie werden bestens umsorgt von einem ganzen Team an Pflegern. Nachdem sie aus großen Schüsseln ihr Kraftfutter gemampft haben, machen sie erst einmal ein bisschen Siesta und werden gegen später zum grasen an den Fluss geführt, wo tatsächlich die meisten frei laufen dürfen und auch nicht abhauen!
Wir bekommen einen lecker gekochten Lunch mit allem was dazu gehört und machen dann ebenfalls Siesta auf mitgebrachten Liegen. Doch irgendwann kommt Bewegung in unser kleines Camp – eine Herde Elefanten ist nur ein paar Meter von uns entfernt im Gebüsch! Nachdem Chief und Percy ihnen freundlich aber bestimmt sagen, dass sie weiter ziehen sollen, wandert die ganze Herde durch den Fluss auf die andere Seite. Was für eine schönes Bild! Einige kleine Babies, die von ihren Müttern sicher durchs Wasser geführt werden, zwei junge Bullen kämpfen miteinander und einer verliert sich an einem Ameisenhügel und verpasst den Anschluss….
Gegen 15.30 Uhr klettern wir wieder auf unsere ausgeruhten Vierbeiner und kommen nach gut 1,5 Stunden in Mokolowane an. Ebenfalls mit Blick zum Fluss, besteht dieses Camp komplett aus Stelzenhäusern!


Die Pferde haben hier ebenfalls einen Stall und werden wie immer bestens vom Team versorgt. Wir wohnen in einem der „kleineren“ Häuschen – es besteht aus einem Bad und einem großen, nach vorne offenen, Raum. Man liegt also mit Blick auf den Fluss in einem kuscheligen Daunenbett und lässt sich eine frische Brise um die Nase wehen. Einfach mega!
Am Sonntagmorgen bekommen unsere treuen Vierbeiner erstmal eine Pause und wir machen uns mit Percy und Chief zu einer Bootstour mit Bushwalk auf.
Da der Wasserpegel schon zu weit zurück gegangen ist, können wir mit dem Boot nicht ganz bis an Land fahren, also bauen die zwei Jungs uns eine Stuhlbrücke, damit wir trockenen Fusses an Land kommen – Not macht ja bekanntlich erfinderisch…
Während Percy uns eine Einweisung für unseren Spaziergang gibt, müssen wir, typisch Weiber, immer wieder gewaltig kichern. Percy schüttelt nur den Kopf und sagt, so werden wir nie ein Tier sehen! Als er uns dann noch erklärt, was wir zu tun haben, wenn wir auf einen einzelnen Büffel treffen – wir sollen uns auf den Boden legen und zum nächsten Baum rollen – gibt es kein Halten mehr. Die Vorstellung, dass sich 10 gackernde Weiber hinter einem Baum verstecken, ist einfach zu komisch! Und plötzlich ruft eine „Da ist eine Hyäne!!!!“ Wir schauen alle in die Richtung und tatsächlich!! Unser Gelächter hat 2 junge Hyänen auf den Plan gerufen! Urplötzlich ist es mucksmäuschenstill und wir dürfen sie ganz aus der Nähe betrachten! Sie sind total neugierig und schauen uns ganz genau an und sie sind so niedlich mit ihren großen Ohren! Nachdem sie sich wieder verkrümelt haben, starten wir zu unserem Bushwalk. Percy erklärt uns vieles über die verschiedenen Pflanzen, die unterschiedlichen Dungarten der Tiere, erklärt uns wie wir uns eine Zahnbürste basteln können und noch so einiges mehr. Dabei ist er einfach so urkomisch, auch in der Interaktion mit Chief (Percy zeigt uns etwas am Boden, plötzlich hebt er den Kopf: „Chief! Chief! Look around for the elephants!“), dass wir nur mit Mühe unser Gekicher in Zaum halten können. Nach einer Weile sehen wir doch glatt nochmal eine Hyäne! Diesmal die Mama! Kann man auch soviel Glück haben? Ich liebe Hyänen! Ich finde sie einfach wunderschön!
Zurück am Boot krabbeln wir wieder, selbstverständlich so elegant wie kleine Gazellen, über die Stühle zurück ins Boot.

Als wir uns dem Camp nähern, steht ein einzelner Elefantenbulle genau neben unserer Fahrrinne! Wir sind ganz aufgeregt und fragen uns, wie wir jetzt zum Camp kommen! Aber Percy und Chief erkennen, dass er völlig entspannt ist – er buddelt mit seinen Füßen die Wasserpflanzen aus und mampft genüsslich die Wurzeln – so dass sie uns mit dem Boot an ihm vorbei fahren! Was für ein Erlebnis! Er ist (fast) zum Greifen nah und lässt sich von uns überhaupt nicht stören. Wir verbringen bestimmt eine halbe Stunde mit ihm und genießen einfach nur seine Schönheit.

Am nächsten Morgen treffen wir zum allerersten Mal in dieser Woche auf einen Game Drive – ja, wir haben tatsächlich noch kein einziges Auto gesehen, seit wir hier sind – und sehen ihn kurze Zeit später nochmal in der Ferne. Und als ich so denke „Das ist doch keine Antilope, was da um das Auto rumläuft….“ Da sagt Chief auch schon, dass es ein Löwe ist, genau genommen 2!
Wir nähern uns in gebührendem Abstand und entsprechend gegen den Wind. Es sind 2 Männchen. Nachdem wir sie eine Weile beobachtet haben, reiten wir weiter und sind kurz darauf an einem neuen Mittagspausen-Spot – ähnlich schön wie 2 Tage zuvor!
Chief und Percy bieten uns an mit dem Truck zurück zu den Löwen zu fahren – das lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen! Wir krabbeln alle auf die Ladefläche und los geht’s! Die 2 Jungs sind noch da und sind richtig cool! Der eine sieht total abgeranzt aus – er hat mehrere Wunden im Gesicht, am Sprunggelenk hängt eine Triangel weg und die Schwanzspitze hat er auch irgendwo „verloren“. Trotzdem sieht er wahnsinnig beeindruckend aus! Irgendwann steht er auf und macht so komische Bewegungen und ich denke noch, der sieht aus als ob er sich übergeben müsste…. Das tut er dann auch…. Baaaaaah wie eklig! Aber irgendwie auch krotesk – ein ko…. Löwe! Wer hat sowas schon mal gesehen??
Der andere sieht aus, als ob er eben aus der Maske von König der Löwen kommt – wunderschön gebaut, traumhafte Mähne, er sieht wie frisch gekämmt und geföhnt aus! Er läuft ein bisschen durch die Gegend und wir folgen ihm – was für ein tolles Tier! Soviel Stolz, Kraft und Arroganz, einfach der Wahnsinn! Wir sind total geflasht und fahren happy und hungrig zurück zu unseren Pferden, zum Mittagessen und einer gemütlichen Pause am Fluss.

Am Abend kommen ein paar Elefanten ins Camp und fressen zwischen den Zelten an den Bäumen. Wir gehen zur Plattform am Pool und erleben etwas, was selbst Barney nach so vielen Jahren hier draußen im Busch noch nicht oft erlebt hat. Eine Elefantenkuh mit einem winzig kleinen Baby kommt immer näher und näher und obwohl sie so ein junges Baby hat, ist sie völlig entspannt. Wir flippen – selbstverständlich nur innerlich und ganz leise – fast aus, so ein unbeschreibliches Erlebnis ist das! Der Kleine ist irgendwann müde und lehnt sich mit dem Kopf gegen die Schulter der Mutter und als er dann plötzlich anfängt, nur ein paar Meter von uns entfernt, zu säugen, sind wir vollends im Zuckerschock! Sowas Süßes hat die Welt noch nicht gesehen! Da ist dieses kleine Wesen mit seiner riesigen Mutter und schmatzt einfach seine Milchration direkt vor unserer Nase in sich rein! Wir genießen noch ein paar Minuten diesen magischen Moment in unserem sicheren Versteck und schleichen uns dann aber zurück ans Feuer, um die beiden nicht doch noch zu stören.

Am nächsten Tag ist das Wetter wieder gewohnt gut mit einem wunderschönen, kitschigen Sonnenaufgang. Gleich zu Beginn unseres Rittes treffen wir auf 2 Elefantenbullen, die gerade genüsslich einen Baum auffressen.
Nach einigen schönen Galoppaden und unserer obligatorischen Apfel-Schokoriegel-Frühstücks-Pause, treffen wir zunächst auf eine große Giraffengruppe und wenig später auf eine riesige Büffelherde! Holla die Waldfee, das sind nochmal mehr, als ein paar Tage zuvor! Aber auch sie sind sehr entspannt und machen einfach weiter ihr Ding.

Am Nachmittag gehen wir auf einen tollen Bootsausflug. Auf dem Fluss sehen wir unglaublich viele verschiedene Vögel, Hippos, Antilopen, Elefanten und Paviane mit winzig kleinen Babies! Einfach nur traumhaft schön! Um zum Boot zu kommen müssen wir ein Stück mit dem Auto fahren. Auf dem Hinweg haben wir bereits unter anderem einen Vogelstrauss gesehen – auf dem Rückweg sehen wir ihn mit seiner Frau und seinen Kindern. So ein lustiger Haufen, wie die da rum flitzen!
Und dann und dann und dann – ich bin immernoch ganz aufgeregt – biegen wir um eine Kurve und auf einmal ist da ein riesiges Rudel wilder Hunde!!! Ich kann meinen Augen kaum trauen, ich wollte sie so gerne mal sehen und jetzt rennen da 20 Stück rum und schlagen sich um ein armes Impala oder besser gesagt die Reste davon. Sie sind alle suuuuuper aufgeregt, jaulen und winzeln wie verrückt, rennen hin und her und bekommen sich kaum ein. Total verrückt und unglaublich toll diese vom Aussterben bedrohten Tiere live erleben zu dürfen! Und dann auch noch soviele!

Tja und dann ist er da, der gefürchtete letzte Tag…. Wir gehen nochmal auf einen kurzen Ritt und versuchen die wilden Hunde zu finden, leider ohne Erfolg. Aber das wäre auch unverschämt viel Glück gewesen! Nach einem Elefanten-Sighting und ein paar frischen Galoppaden, wartet ein leckeres, herzhaftes Frühstück auf uns. Noch schnell duschen – gepackt haben wir schon und unser Gepäck ist auch bereits seit einiger Zeit mit dem Auto auf dem Weg nach Maun – und dann kommt die erste Runde Helikopter auch schon. Ich darf bei der zweiten Fuhre mitfliegen und versuche noch soviel Okavango Delta in mir aufzusaugen, wie es nur geht. Viel zu schnell sind die Helis wieder zurück und wir müssen uns nun wirklich verabschieden. Der Flug zurück nach Maun ist phänomenal! Wir sehen – natürlich – Elefanten und die Jungs gehen auch mal ein bisschen tiefer runter, so dass wir besser sehen können. Das macht so unglaublich Spass! Man möchte gar nicht ankommen!
In Maun fällt mir dann auf, dass ich mein Handy im Camp vergessen habe und ich auch keine Chance habe es noch rechtzeitig wieder zu bekommen. Der erste Gedanke, der mir durch den Kopf schießt: „Jetzt darf das blöde Handy noch länger hier bleiben und ich muss nach Hause!!“….

Wir haben eine wirklich unbeschreibliche Woche im Paradies erlebt und auch jetzt fehlen mir eigentlich die Worte um zu beschreiben, wie toll es wirklich war – man muss es einmal selbst erlebt haben, dieses Paradies im Herzen Botswanas.
Elefanten ohne Ende, hammer tolle Pferde, unglaubliche Landschaft, fähige Guides, die mit einem Humor ausgestattet sind, dass man wirklich an sich halten muss, um nicht von einem Lachanfall in den nächsten zu stolpern und zwei Gastgeber, wie man es sich besser nicht vorstellen könnte!

Hier findet ihr alle Informationen, jeder Afrikaliebhaber sollte einmal im Leben im Okavango Delta gewesen sein (geht natürlich auch öfter 😉 )

Ingrid Klimke und die Girls on Fire in Botswana – und es bleibt die Frage: was ist Schnatterwild und lässt es sich zähmen?

von Katharina Luz

Ich starte zur 2. Auflage einer Reitsafari mit Ingrid Klimke – immer noch DER Ingrid Klimke – Olympiasiegerin, Europameisterin, Deutsche Meisterin, Westfälische Meisterin, unzählige Siege und Platzierungen in Vielseitigkeits-, Dressur- und Springprüfungen, nur mit dem Unterschied, dass wir uns inzwischen gut kennen und ich mich schon tierisch auf eine Woche bei Limpopo Horse Safari in Botswana mit Ingrid und ihren Freundinnen freue!
Doch während ich so am Gate sitze und auf meinen Flieger warte, beschleicht mich plötzlich doch ein klein wenig Aufregung – was wenn eine vom Pferd fällt? Oder es die ganze Woche regnet? Oder das Essen nicht schmeckt? Oder wir keine Tiere sehen? Oder oder oder – je mehr Zeit vergeht umso länger wird meine Liste und umso absurder werden die „Oder“!

Ingrid Klimke und die Girls on Fire in Botswana – und es bleibt die Frage: was ist Schnatterwild und lässt es sich zähmen? weiterlesen